Dienstag, 27. Dezember 2011

Von Sydney nach Kyabram...

… , aber zunächst einmal versuche ich mich noch an dem Rest des Sydneyaufenthaltes,  über welchen die Deutschleistungskurslerin das letzte Mal schon berichtet hat.
Nachdem also die erste Woche unseres Aufenthaltes hinter uns lag, war erst einmal Regen angesagt. Also kein starker deutscher Regen sondern schwacher australischer Regen, was aber grundsätzlich das Gleiche ist… Weil das den ganzen Tag so weitergehen sollte, haben wir schon am Tag vorher beschlossen, dass wir ausschlafen und uns um ein paar Formalitäten kümmern. Welche hauptsächlich aus telefonieren und Internetarbeit bestanden. Dabei erfuhren wir, dass die Gitarre, die schon ein ganzes Stückchen Verspätung hatte, was sehr zum Leidtragen von Lisa war und folglich auch für mich war, am Donnerstag eintreffen soll. Das stimmte uns erstmal wieder ein bisschen zuversichtlicher. An diesem Tag entstand dann noch der Blog.
Am nächsten Morgen haben wir uns vorgenommen mal was für die Fitness zu tun, was dann in Form von Joggen geschehen ist. Da wir gleich um die Ecke einen schönen Park hatte,n war das auch gut möglich und sehr schön, wodurch es dann an die 5 km schon gewesen sein könnten. ;)
Dann telefonierten wir, wie am Vortag, wegen Arbeit rum und bekamen eine Nummer von einem Farmer einer Aprikosenfarm in Kyabram (bei Shepparton in Victoria), von dem wir dann später am Tag auch eine Zusage bekommen sollten. Den Rest des Tages nahmen wir uns das Auto vor. Wir haben es für 25 Dollar aussaugen lassen… Man muss aber erstmal dazu sagen, dass es keine Staubsauger an normalen Tankstellen gibt, sondern spezielle car-washs, bei denen man das Auto komplett saubermachen lassen kann. Bei dem wo wir waren, war nichts mit selber machen. Wieder bei unserem Parkplatz angekommen, haben wir dann das Auto einmal komplett umgekrempelt und sozusagen eine kleine Inventur durchgeführt… Was ist da, was ist NOCH da und was benötigen wir noch? Man nehme einen Zettel und einen Stift und schreibe alles auf und ab gehts shoppen^^ Als wir grade fertig waren mit dem einräumen des Autos und losgehen wollten, quatschte uns ein älterer Australier an und gab uns den Tipp, dass wir die Mittelarmlehne und das Handschuhfach offen lassen sollten, damit man sieht, dass kein Geld darin ist. An dieser Stelle loben wir die Hilfsbereitschaft der Australier, die mit der deutschen nicht zu vergleichen ist… J
Am Nachmittag riefen wir dann bei dem Farmer an und der sagte uns dass wir dort für mindestens 6 Wochen Arbeit bekommen können. Wir sagten gleich zu und es machte sich Ruhe in uns breit, da ja nun die nächsten Wochen unseres Abenteuers finanziert waren. Eine große Erleichterung!!! Das wurde gleich noch verstärkt, weil kurz danach per Post unsere TFN (tax file number), die man benötigt, um nicht mit 41 oder 49 Prozent Steuern zu arbeiten, angekommen^^ Natürlich wollten wir auch gleich wissen, wo Kyabram liegt. Das es dann an die 800km bis dahin sind, war schon sehr krass. Aber das haben wir dann eher als kleines Hindernis gesehen, da ja das Auto vom Gefühl her gut gefahren ist.
Am nächsten Tag gab es einen großen Grund zur Freude: DIE GITARRE IST ANGEKOMMEN!!! Es ist nichts kaputt und gut klingen tut sie auch noch. ;) Da das Wetter relativ wechselhaft war, sind wir dann noch durchs City Centre geschlendert.
Der nächste Tag war dann schon der Donnerstag der zweiten Woche. Wir haben eine Werkstatt für das Auto gesucht, weil wir es vor der großen Fahrt noch durchchecken lassen wollten. Es hat eine Weile gedauert, aber schließlich haben wir noch einen Mechaniker gefunden, der sich bereiterklärte einen safety check durchzuführen… Man muss noch erwähnen, dass die Werkstätten alles kurz vor Weihnachten komplett überlastet sind und es ganz schwer ist noch einen Termin zu bekommen. Warum? Keine Ahnung. Am Glühwein kann es bei den Temperaturen nicht liegen^^


ein Schaufenster mitten in Sydney

Dann haben wir uns noch Chinatown angeguckt und sind nochmal beim Inder essen gewesen. Er meinte, dass wir, wenn wir in 8 Monaten wieder in Sydney sind, nochmal wiederkommen sollen… Was wir auch mit Sicherheit machen werden. ;)

Der Eingang zu Chinatown


na Anne gefällts dir? ;)

Der letzte Tag in Sydney bestand daraus, dass wir das Auto zum Mechaniker gebracht haben und alles für das anstehende BBQ zusammengekauft haben. Das Geld dafür haben wir vom Hostel bekommen. Der Betrag war allerdings eher begrenzt mit 100 Dollar für 60 leute… Als wir alles besorgt hatten, kam dann auch der Anruf von der Werkstatt, dass wir das Auto abholen können. Dort angekommen schaute der Mechaniker schon ein wenig verstört. Er hat uns dann einen Zettel gegeben auf dem alles was er entdeckt hatte drauf stand. Darunter war: ein kaputtes Kühlsystem, kaputte Stoßdämper und ein Ölleck. Er hat uns geraten das Auto zu verkaufen, aber das hätten wir ja sowie so nicht mehr geschafft, weil wir ja Anfang nächster Woche irgendwie nach Kyabram kommen mussten, wenn wir arbeiten wollten. Als wir ihm unsere Lage erklärt hatten, gab er uns schließlich noch ein paar Tipps wie wir unbeschadet an unserem Ziel ankommen könnten und zum Abschied sagte er noch: „Good luck!“^^ Wir ließen uns aber nicht von unserem Plan abbringen und vertrauten auf das Auto, da ja kein größerer Motorschaden vorlag. Mit dem BBQ am Abend fand schließlich der zweiwöchige Sydneyaufenthalt einen schönen Abschluss. Alle waren zufrieden und satt und bedankten sich bei uns. Einer meinte zu uns, dass es das beste BBQ war, was er seit langem hatte. Da kann man doch durchaus stolz auf sich sein oder? ;) Jedenfalls waren wir es, denn wir hatten uns ja die letzte Nacht im Hostel damit finanziert.

bei den Vorbereitungen...


Grillen für 60 Leute

Letzter Morgen in Sydney für lange Zeit: Duschen, Packen, Auschecken, noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, Frühstücken, Rückbremslicht wechseln und Abmarsch. Es war reichlich spät geworden. Viertel fünf sind wir dann losgekommen, obwohl wir schon um 7 aufgestanden sind!!! Die Zeit vergeht hier einfach viel zu schnell.
Also fuhren wir los mit vollem Tank, genug Trink - und Kühlwasser, einem großen Kanister Motoröl und einem Kanister Benzin für den Notfall. Zunächst schwebte hauptsächlich die Sorge in unseren Köpfen, ob wir an unserem ersten Etappenziel ohne größere Probleme ankommen würden. Diese hat sich aber in keinster Weise bestätigt. Mit 80 bis 90 km/h und eigener mitgebrachter Musik tuckerten wir 300km bis nach Yass, wo wir auf einem stark überteuerten (40$ die Nacht) Campingplatz namens Good Hope so gegen 21:15 ankamen. Wahrscheinlich ließen sie sich die schöne Landschaft und die Lage direkt am Fluss vergolden, denn die Toiletten und Duschen waren bevölkert mit Spinnen, riesigen Käfern und anderem Getier. Es war kein Weltuntergang, aber für den Preis anders zu erwarten. Da die anderen Campingplätze der Gegend entweder nicht für Autos als Haus gedacht waren oder so spät niemand mehr anzutreffen war, blieb uns nur noch dieser. Die erste Nacht im Auto war dann hart, aber mit weniger Verspannungen als erwartet. ^^
Um 8 klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Dann hieß es Frühstück machen, Auto umräumen und weiter nach Kyabram. Nachdem wir die ersten 300km so gut überstanden hatten, waren wir doch recht zuversichtlich für die restlichen 500km. In Albury unterbrachen wir die Tour für einen Tankstopp, um eine Kleinigkeit zu essen und uns ein wenig die Füße zu vertreten. Dann düsten wir weiter nach Kyabram. Abends halb acht sind wir im Western Gums Caravan Park eingetroffen, der mit 140$ die Woche für einen eigenen Carport, ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche, einer eigenen Waschmaschine und einem eigenen Kühlschrank preislich vollkommen in Ordnung ist.
Carport und der Eingang zum Bad hinter dem Auto 

Einer von Hunderten im Caravan Park (Kakadu genau im Bildmittelpunkt)



Der ganze Park wird von einem älteren Ehepaar geschmissen, die unwahrscheinlich nett sind. Jenni, die, so gehetzt und gestresst wie sie immer ist, alles alleine organisieren zu scheint und ihr Mann der die größte Zeit nicht zu sehen ist. Dazu kommt noch ein „kleiner“ Hund, der annähernd so groß ist wie Lisa und Davis heißt. Wir meinten zu Jenni: „That’s a big dog!“, worauf sie antwortete: „No, no, that is a small one.“ Da fragt man sich wie groß dann die Großen dieser Rasse seien sollen. ;) Am Abend gewitterte es noch, weswegen wir das Abendessen ins Auto verlegten.


der Baum ist nicht klein. ;)


diesen Blick haben wir meistens beim Abendessen^^

Eine Ortserkundung war am nächsten Morgen an der Reihe, nachdem wir erstmal schön ausgeschlafen haben. Die Preise im Supermarkt waren entweder billiger oder ähnlich wie die in Sydney. Danach erkundigten wir uns über den Kostenpunkt für eine Reparatur der wichtigsten Dinge am Auto. In der ersten Werkstatt hatten sie wieder viel zu viel zu tun. Hingegen hatten wir in der Zweiten mehr Glück. Der meinte, dass es so 2000$ bis 3000$ kosten könnte. Daher riet er uns auch davon ab und rief dann direkt für uns einen Altwagenhändler an, von dem er die Nummer aus dem Telefonbuch suchte. Der meinte dann, dass er einen panel van da hätte und wir so mit 2000$ für diesen rechnen sollen. Klingt ja erstmal so, als wäre es egal, was man von Beiden macht. Allerdings muss man bedenken, dass das neue alte Auto dann fahrtüchtig, zugelassen und mit Betriebserlaubnis sofort abfahrtbereit wäre. Für unseren Magna fehlt aber die Betriebserlaubnis, die auch nochmal gut kostet. Zudem haben wir in dem van um einiges mehr Platz er fährt auf Gas, was hier die Hälfte von dem Benzin kostet, was wir normalerweise tanken. In der Werkstatt haben wir mit zwei Mechanikern zugleich geredet. Einer davon hat uns dann mit zu der Farm genommen, auf der wir arbeiten wollten. Der Sohn des Chefs hat uns dort empfangen und gemeint, dass wir am nächsten Tag so gegen 8 frühs da sein sollten. Dann nahm uns der Mechaniker wieder mit zurück und fuhr mit uns zum Altwagenhändler. Er beriet uns dann noch beim Auto und fragte den Verkäufer über ein paar Sachen aus. Am Ende sagte er, dass er uns seinen Segen dafür gibt. ^^ Dann verabschiedeten wir uns von ihm und bedankten uns für diese nicht selbstverständliche Hilfe. Er bot uns dann noch an, dass er das Auto für uns durchchecken würde. JJJ

bei der Orterkundung entdeckt;)


Und nun heißt es ARBEITEN!!! Um 6 morgens weckt uns der Wecker und dann gehts ab auf die Plantage.
Dienstag früh wurden wir von Murray, einem alten Herrn der für die Picker zuständig ist, empfangen. Er sagte uns wo wir unser Auto abstellen können und lud uns dann auf einen Anhänger eines Traktors. Auf diesen Anhängern sind jeweils zwei Kisten die 4*4*1 Fuß groß sind. Also nicht gerade klein. Für eine volle bekommt man 32$ bzw. 35$. Man wird also nach Leistung bezahlt. Murray gab uns dann noch Taschen, die wir uns vor den Bauch hängen sollten, in welche die Aprikosen vorübergehend reinkommen. Dann wurden wir noch eingewiesen, welche Aprikosen wir pflücken dürfen und welche nicht und dann gings auch schon los.
Im Laufe der 8 Stunden wurde uns klar, dass wir um gut zu verdienen noch ordentlich an Tempo zulegen müssen und wie anstrengend sowas doch sein kann. Wir schafften zusammen 3 Kisten. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, dass das nicht sehr viel ist. Nach der Arbeit sind wir dann nochmal zum Altwagenhändler. Dabei kam der 3. Januar als Termin für die Probefahrt zustande. Mal sehen wie die Kiste fährt. ;)
Die nächsten Tage liefen dann alle sehr ähnlich ab. Am Mittwoch schafften wir 4 Kisten und am Donnerstag schon 5. Man muss viel Glück mit den Bäumen haben, denn wenn kaum reife oder nur halbreife Früchte an den Bäumen hängen, geht viel Zeit für das Begutachten drauf, weil man nicht auf Anhieb erkennt, ob man diese ernten darf oder nicht. Dabei wurde es von Tag zu Tag wärmer. Gefühlte 50 Grad im Schatten machen das Arbeiten nicht gerade leichter…
Die Arbeit ist mit der Dauer ziemlich monoton, weshalb man sich freut wenn man ab und zu mit ein paar Holländer(inne)n, Japanern, Franzosen/Französinnen, Italiener(inne)n oder anderen ins Gespräch kommt.
Am Freitag erfuhren wir dann ob und wie wir Weihnachten arbeiten konnten. Weihnachten ist hier ja am 25. Dezember. Diesen Tag haben wir dann auch frei bekommen. Den Samstag davor durften wir nochmal ran. Der Arbeitstag endete zwar für alle relativ früh, aber man freute sich eher darüber als dass man sich ärgerte, dass man weniger Geld verdiente. Wir kauften uns noch ein, für unsere Verhältnisse, besonderes Abendessen ein und machten es uns abends gemütlich mit Kerzenschein und jeder Menge Fliegen und Mücken. An dem Tag waren es 40 Grad. Ich glaube es kann jeder nachvollziehen, dass es da einem nicht besonders weihnachtlich vorkommt. Aber wir machten das Beste draus.


australische Weihnacht

Sonntag haben wir uns von den Arbeitstagen erholt und haben, nachdem wir mittags aufgestanden sind, eine Putzsession (also Auto und Bad) eingelegt. Das hat hauptsächlich Lisa übernommen, da ich schon angefangen habe diesen Blog zu verfassen bzw. noch ein paar andere wichtige Mails zu verschicken. ;)
Samstag - und Sonntagabend nutzten wir dann noch zum Weihnachtsgrüßeaustausch mit der Heimat über Skype.
Und zum Abschluss:
Wir hoffen, dass alle ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest hatten und wir wünschen:
EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

P.s.: Die Bilder zur Arbeit werden irgendwann nachgereicht…wir sind ja noch ne Weile hier. ;)

Montag, 12. Dezember 2011

Die erste Woche unseres großen Abenteuers

Also eines kann man zum Anfang schon mal sagen:  der A380 hält, was er verspricht!;)
Nach einem tränenreichen Abschied von zu Hause, vom „Bemuddeltwerden“,  von unseren Eltern und von allem, was uns in der Heimat lieb und teuer war, flogen wir erst einmal mit einem kleinen Airbus der Airline BRITISH AIRWAYS nach London Heathrow. Die Sitzlehnen in einem Winkel von 90° hielten uns zwar nicht vom Schlafen ab, bescherten uns aber beiden ziemliche Genickstarre.

Nach der Ankunft ließen wir uns erst einmal ein kleines Frühstückchen schmecken, bevor es nicht lang danach auf in das größte und neueste Flugzeug, das zurzeit durch unsere Lüfte schwebt, ging… Der A380 sieht ja schon von draußen wirklich beeindruckend aus, aber drinnen waren wir dann wirklich vollends beeindruckt (obwohl wir nur economy flogen). Jeder Passagier wird auf dem Flug Herr über einen sehr sehr bequemen Sitz, eine Decke, ein Kissen, eine Schlafbrille, Zahnpasta und Zahnbürste UND einen Flatscreen, der von Filmen über Musik, Serien, Informationsdiensten  und Fernsehprogrammen verschiedenster Nationen wirklich Beschäftigungsmöglichkeit für einen 24Stundenflug bietet. Vorallem die Skycam, welche draußen am Flugzeug angebracht ist und mit der man den gesamten Flug aus Vogelperspektive beobachten kann, interessierte uns immer wieder mal. Ein Service vom allerfeinsten da drin…Gourmet-Essen und echt nettes Personal. Sogar die Klos waren auf Hightech-Niveau ausgestattet…;) die Wassertemperatur zum Händewaschen konnte man selbst einstellen.
Bei der Zwischenlandung in Singapur war unsere  innere Uhr schon das erste Mal gänzlich aus dem Takt gekommen. Abgesehen davon, dass wir abends um zehn frühstückten, hatten wir schon mal die 5 Stunden Zeitverschiebung dort weitestgehend ohne Schäden überlebt. Nach weiteren acht Stunden im Flugzeug landeten wir schließlich um 20:10 Uhr Ortszeit in Sydney…kaputt, müde, aber schon irgendwie glücklichJ

Singapure Airport


Die Weiterfahrt zum Hostel war kein Problem. Eine kurze Anfrage am Schalter genügte und wir wählten den Shuttlebus vom Flughafen. Das erste Mal australische Luft schnuppern war echt ein Erlebnis…und der erste Eindruck: sie ist sauberer als bei uns;) Auf der Fahrt sahen wir die ersten Weihnachtsbäume zwischen Palmen stehen und beguckten uns ganz vorsichtig den Linksverkehr, der ja schließlich auch bald für uns aktuell sein würde…und der Fahrer warnte gleich: Es herrsche wohl gerade „russian wheather“ in Sydney…
Bei der Ankunft verlängerten wir gleich erst mal unsere Buchung um eine Woche und fielen dann total müde ins Bett unseres Doppelzimmers. Sogar einen Fernseher haben wir hier! Er zeigt zwar alles dreifach, manchmal auch nur doppelt, aber erfüllt seinen Zweck. Da wir noch Durst hatten, schlappten wir abends noch los und kauften uns im Supermarkt eine Flasche Wasser. Bei der Gelegenheit liefen wir gleich noch eine kleine Nebenstraße bis zum Wasser runter…ein herrlicher Anblick, die Sydney-Skyline bei Nacht! Und das erste Highlight der heimischen Tierwelt: ein kleiner Maki starrte uns mit seinen Glubschaugen von einem Baum aus an;)


Kühe gibts hier auch ;)

...und Möwen :)

Den Montag verschliefen wir erst mal komplett. Halb acht (abends!) hat uns der Hunger aus dem Bett gebälzt. Wir stiefelten los und peilten erst mal die Lage, wo man am besten noch etwas Essbares herbekommen könnte…schließlich verschlug es uns zum Inder (der in den nächsten Tagen zu einem guten Freund werden sollteJ). Richtig lecker!!! ZU Hause wäre da übrigens gerade Frühstückszeit gewesen…
Die nächste Nacht war kurz. Ab um vier konnten wir beide nicht mehr schlafen. Der Jetlag tat sein Möglichstes…zum Frühstück in der Gemeinschaftsküche taumelten wir umher und füllten uns die Bäuche mit Toast und mitgebrachtem Brot von der Reise.
Gegen halb zwölf hörte es endlich auf zu regnen. Wir machten uns erst einmal auf die Suche nach einem Adapter  und erledigten erste Einkäufe (die haben hier keinen Quark!!!). Dann gings zum ersten Mal auf ins City Centre von Sydney. Der erste Witz: Man sucht eine Information, damit man sich informieren kann wo man was findet und findet dabei schon die Info nicht…;) Der zweite Witz: Wenn man hier um vier ein Konto eröffnen will muss man feststellen, dass die Bankfritzen um diese Zeit ihren Laden schon dicht machen. Der dritte Witz: Auch wenn man nicht die leiseste Ahnung hat wo in der Stadt was ist kann man jemand anderem helfen, der nach dem Weg fragt…
Allgemein trifft man hier viele Deutsche. Beim Inder (der sowas von leckeres Naan-Brot hat) redeten wir mit einem  netten Mädchen , das dort einen kleinen Aushilfsjob hatte. Auch im Hostel begegnet man immer wieder deutsch sprechenden Wesen, die sich dann erst mal über unseren Akzent freuen (Bratwurscht eben…;))
Unsere Steuernummer beantragten wir am Mittwoch.  Und beim zweiten Anlauf klappte es auch mit der KontoeröffnungJ Wurde uns alles sehr gut erklärt…und die Schalterfrau sagte so ganz trocken: „Are you from Germany? Cause your English is very good…“JJJJJ
Seht ihr ma;););)
Waren am Abend noch gaaaaanz spontan beim Inder essen…(Max‘ Idee^^)
Die ganze Nacht hat es durchgeregnet wie aus Eimern. Eigentlich wollten wir Donnerstag das Auto holen, haben das aber angesichts des sehr mauen Wetterberichts dagegen entschieden. Stattdessen sind wir zum Circular Quay gelaufen, nachdem ein Regenloch kam und sahen zum ersten Mal in unserem Leben das OPERA HOUSE in Echt. Wirklich eindrucksvoll! Auch die Harbour Bridge bietet schon von etwas weiterem einen eindrucksvollen Anblick. Der riesige Park um den Royal Botanic Garden gleich daneben faszinierte uns auch. So viele grooooße schööööne Bäume!!! Und Blumen und Vögel und Spinnentiere…sehr sehr interessant. Was uns aber schockiert hat: die Eispreise. 5,50$ pro Kugel!!! Waaahnsinnswucher.

Harbour Bridge
von Indern vor dem Opera House fotografiert worden
kleiner Max vor großem Baum
so können ACAPANTUS (Max learning by Mutti^^) auch aussehen :P
such die Lisa...
zwei komische Lebewesen
"ACHTUNG!!! Ich lass gleich nen Ast fallen!"

ein paar Makroaufnahmen

groooooßer Bambus...

Am Freitag erwartete uns zum ersten Mal ein Bombenwetter. Beim Frühstück unterhielten wir uns mit zwei Bayern, die zurzeit eine Weltreise machen. In Asien waren sie schon (China und Thailand), wollen dann nach Neuseeland weiter und später nach Mexico, Kanada…haben ganz schön was vor. So wie wir ;)
Endlich machten wir uns auf den Weg zu Anke und Barry, um das Auto zu holen. Gut zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs…die Sonne prasselte unerwartet heftig und so holten wir uns beide den ersten Sonnenbrand ab. Aber – das Haus haben wir gefunden!!! Und das Auto auch, was nicht sonderlich schwer war, weil Anke und Barry uns eine ausgedruckte Karte von der genauen Route zum Auto in einem Umschlag, zusammen mit den Schlüsseln und den Papieren fürs Auto, im Briefkasten hinterlassen haben. Das Auto befreiten wir erst einmal von Spinnenweben und Baumdreck und dann fuhren wir die erste Runde um den Block. Und noch eine. Und dann gings auf in den Straßenverkehr, wobei wir nach Gedächtnis zurückgefunden haben. Gleich zwei Straßen neben unserem Hostel haben wir einen kostenlosen Parkplatz gefunden und es dort sicher abgestellt.

auf dem Weg zu Anke und Barry

Was passt nicht ins Bild?
Lösung: Weihnachtskranz am Feuerwehrauto^^

                                       


GEFUNDEN!!! :)
Irgendwann dazwischen muss es passiert sein: Wir haben den Internet-Stick verloren. Überall wo er hätte sein können haben wir gesucht…doch vergebens. Er war weder im Zimmer noch im Auto noch an der Supermarktkasse, wo er hätte auch rausfallen können. Wir waren ratlos, versuchten uns dann aber gegenseitig zu beruhigen und erstmal abzuwarten, ob er im Supermarkt noch von jemandem gefunden werden würde oder wir wohl oder übel einen neuen kaufen müssten.
Am Abend sollte es ein freies BBQ vom Hostel aus geben, das wir nutzen wollten. Ging aber ziemlich drunter und drüber…Es gab nur schale sausages (Bratwurscht) und völlig(!!!) ungewürzte Buletten. Wär ja an sich nicht weiter schlimm gewesen, aber irgendwie war auch kein Toast und kein Ketchup und nix anderes zum Grillen da…wir sind dann nochmal zum Inder und haben ein Naan verdrückt.
Fazit: Nächste Woche Freitag werden wir das BBQ schmeißen…und es hoffentlich etwas besser machen ;)
Am Wochenende sollte es eigentlich zum Frühstück Pancakes (Pfannkuchen) geben. Naja, wir haben die immer verpasst^^ Da auch kein Toast mehr da war, haben wir uns bisschen was eingepackt und was vom Bäcker geholt und auf der grünen Wiese im Park gefrühstückt. Da es Samstag schon ziemlich spät war und wir wegen dem Internetstick ein bisschen hoffnungslos durch die Gegend gelaufen waren (die wirklich freundlichen Verkäufer schickten uns vom einen Laden zum nächsten und als wir schließlich Plan hatten, wie wir es nun machen wollten, haben sie uns immernoch freundlich wieder rausgeworfen weil sie gerade schließen wollten), kauften wir noch Nötiges ein und brutzelten uns zum Abendbrot ein Gourmet-Essen: Hühnchen mit Reis und Soße J
Der Sonntag ging wettermäßig wieder bombig los, endete aber in einem wahnsinnigen Wolkenbruch, wegen dem wir dann im City Centre in ein McDonalds flüchteten und dort unseren ganz frischen und neu geholten Internetstick einweihten. Abends dann der erste Skype-Kontakt nach Hause…herrlich, mal wieder was aus der Heimat zu hören und seine Liebsten zu sehen;)